AllgemeinEntfremdungGesellschaftRecht

Aller Anfang ist schwer

Ich wollte schon viel früher den Anfang machen. Zum einen fehlte mir die Zeit, zum Anderen auch der Nerv.

Aber jetzt, während meiner Tour mit dem E-Lastenrad, Welches ansonsten immer nur mit den Kids in Hannover benutzt wird, am grünen Band entlang (mehr dazu unter uhambe.com), möchte ich es wagen.

Dieser Blog soll allen Vätern und ihren Kindern in ihren besonderen Lebenslagen helfen: Sei es dann, wenn man sich fragt „Ist das normal?“ oder „Mache ich etwas falsch?“, aber auch, um über den Tellerand zu schauen und um sich auszutauschen.

Eigentlich hätte ich diesen Blog gerne mit einer Alltagssituation mit meinen Kids gestartet: z.B. wie liefert man drei Kinder morgens pünktlich in Krippe, Kinderladen und Schule ab, welche sich auch noch in unterschiedlichen Stadtteilen befinden? Wie läuft das, wenn alle drei Kinder ein unterschiedliches Ausflugsziel besuchen wollen? Oder aber auch, wie schafft man es ein Abendessen zu kochen, ohne das es allen langweilig wird, bis es fertig ist und viel wichtiger, dass es dann auch noch gegessen wird.

Ich befinde mich jedoch seit über einem halben Jahr in einer ganz anderen Situation. Ich kann keine Details nennen, da ich befürchte, dass dies ansonsten wieder rechtlich gegen mich verwendet werden könnte. – Ich habe meine Töchter seit dem 11.01.2021 und meinen Sohn seit dem 15.01.2021 nicht mehr gesehen und auch nicht mehr gesprochen.

Am 19.01.2021 wurde mir vom Jugendamt (KSD Linden in Hannover) das Umgangsrecht „vorübergehend“ entzogen, da der Verdacht besteht, kindeswohlgefährdend gegenüber meiner mittleren Tochter Rike gehandelt zu haben. – Ich konnte meine Kinder nicht einmal mehr verabschieden, bzw. vorwarnen. Ich kann jetzt schon sagen, dass dieser Verdacht nicht der Wahrheit entspricht und dies hat die Diagnostik meiner Töchter auch bestätigt. Trotzdem sind meine Kinder bis heute nicht wieder bei mir – da die Rechtsmühlen nicht so schnell mahlen. In diesem Jahr verpasste ich die Geburtstage meiner Töchter, habe Ostern nicht mit meinen Kindern feiern dürfen, werde an der Einschulung von Rike nicht dabei sein können und ich erwarte auch, dass ich den Geburtstag von Freddie im September verpassen werde. Ich musste mir vor Gericht erkämpfen, dass ich den Kindern einen Brief schreiben durfte, den Jugendamt und Verfahrensbeistand auch noch eingekürzt haben.

Dennoch ist dieser Fall ein Beispiel dafür, wie unsere Behörden und unsere Justiz aktiv dazu beitragen, Elternteile (gerade Väter) von ihren Kindern zu entfremden und bewusst das Leben der Kinder negativ beeinflussen. Zusätzlich konnte ich am eigenen Leibe erleben, wie mit Beschuldigten umgegangen wird und diese gehört oder eher nicht erhört werden.

Zusätzlich wurde in diesem Falle sichtbar, welch eine große Gesellschaftslüge der Gleichberechtigung bzw. Emanzipation wir in diesem Staate leben. In diesem Lande werden Männer und Frauen nicht gleich und objektiv behandelt. Viel wichtiger und erschreckender ist außerdem, dass auch Kinderrechte in bestimmten Belangen unterschiedlich oder sogar gar nicht anerkannt und gehört werden, obwohl wir die UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet haben.

Noch eine Erkenntnis von mir, die mir in dem letzten halben Jahr bewusst geworden ist: Wir leben in einem Sozialstaat und sozial heißt nicht, das dieser fair ist. Ich war lange der Meinung das wir sozial sein müssen und das dies fair ist. Dies ist jetzt jedoch vorbei. Wir müssen fair sein und dies bedeutet: „Alle Menschen in diesem Land haben die gleichen Rechte und Pflichten und erhalten die gleichen Chancen für ein freies Leben. – Egal ob Mann oder Frau, gesund oder krank, verheiratet oder ledig, jung oder alt, kinderlos oder kinderreich, aber auch egal ob arm oder reich…“ – Dem ist noch lange nicht so.

Ich werde hier über jedes Thema einzelne „Dadlogs“ schreiben und würde mich freuen, Feedback per Kommentare zu erhalten.

Hoffentlich kommt bald wieder Licht ins dunkel, um auch über fröhliche und lustige Dinge berichten zu können.

Mein wichtigster Gedanke, der mich jeden Tag begleitet: „Hoffentlich geht es meinen Kindern gut“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.